Vermeiden Sie die typischen Fehler bei der Wahl der Farbe

So treffen Sie die richtige Farbwahl für ein perfektes Streichergebnis
Malen
Malen
7 min
Die Auswahl der passenden Farbe entscheidet über Wirkung, Haltbarkeit und Wohlfühlatmosphäre Ihrer Räume. Erfahren Sie, welche typischen Fehler beim Streichen häufig passieren – und wie Sie sie vermeiden, um ein professionelles Ergebnis zu erzielen.
Samuel Stadler
Samuel
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Vermeiden Sie die typischen Fehler bei der Wahl der Farbe

So treffen Sie die richtige Farbwahl für ein perfektes Streichergebnis
Malen
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7 min
Die Auswahl der passenden Farbe entscheidet über Wirkung, Haltbarkeit und Wohlfühlatmosphäre Ihrer Räume. Erfahren Sie, welche typischen Fehler beim Streichen häufig passieren – und wie Sie sie vermeiden, um ein professionelles Ergebnis zu erzielen.
Samuel Stadler
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Ein neuer Anstrich kann einem Zuhause frischen Glanz verleihen – doch die Wahl der richtigen Farbe ist entscheidend für ein schönes und langlebiges Ergebnis. Farbton, Glanzgrad und Farbtyp müssen zum Raum, zum Untergrund und zur gewünschten Atmosphäre passen. Viele machen beim Kauf im Baumarkt die gleichen Fehler, weil sie sich nur von der Farbkarte leiten lassen. Hier erfahren Sie, wie Sie typische Stolperfallen vermeiden und ein Ergebnis erzielen, das sich sehen lassen kann.

1. Die Beschaffenheit des Untergrunds ignorieren

Einer der häufigsten Fehler ist, die Farbe zu wählen, ohne den Untergrund zu berücksichtigen. Holz, Gips, Beton oder Tapete benötigen unterschiedliche Farbtypen und Vorbehandlungen. Wird die falsche Farbe verwendet, kann sie abblättern, ungleichmässig trocknen oder sich verfärben.

  • Für Wände und Decken eignet sich meist eine wasserbasierte Acrylfarbe.
  • Für Holz und Leisten ist eine widerstandsfähigere, glänzendere Farbe besser.
  • Für Badezimmer und Küchen sollte man eine feuchtigkeitsbeständige, abwaschbare Farbe wählen.

Lesen Sie immer die Empfehlungen des Herstellers und achten Sie darauf, dass der Untergrund sauber, trocken und richtig grundiert ist, bevor Sie mit dem Streichen beginnen.

2. Die Bedeutung des Glanzgrades unterschätzen

Der Glanzgrad – also wie matt oder glänzend eine Farbe ist – beeinflusst sowohl das Aussehen als auch die Pflege. Viele entscheiden sich nur nach dem Farbton, doch der Glanzgrad hat praktische Auswirkungen.

  • Matte Farben (Glanz 2–5) wirken ruhig und elegant, sind aber empfindlicher gegenüber Reinigung.
  • Halbmatte bis halbglänzende Farben (Glanz 10–25) eignen sich gut für Wohn- und Schlafzimmer.
  • Glänzende Farben (Glanz 30 und höher) sind robust und leicht zu reinigen – ideal für Küche, Flur oder Kinderzimmer.

Als Faustregel gilt: Je höher der Glanz, desto strapazierfähiger – aber auch reflektierender. Überlegen Sie also, welche Wirkung und Funktion Sie wünschen.

3. Die Vorbereitung vernachlässigen

Selbst die beste Farbe kann schlechte Vorbereitung nicht ausgleichen. Viele sparen sich das Reinigen, Schleifen oder Grundieren, um Zeit zu sparen – doch das rächt sich später. Fett, Staub und Unebenheiten verhindern, dass die Farbe richtig haftet.

Reinigen Sie die Oberfläche gründlich, spachteln Sie Löcher und schleifen Sie leicht an. Verwenden Sie bei Bedarf eine Grundierung, besonders bei neuem Holz, Gips oder dunklen Farbtönen. So erzielen Sie ein gleichmässiges Ergebnis und sparen Farbe.

4. Die Farbe nicht im Raum testen

Farben wirken im Geschäft oft ganz anders als zu Hause. Lichtverhältnisse, Raumgrösse und Umgebungsfarben beeinflussen die Wahrnehmung stark. Ein Farbton, der im Laden warm wirkt, kann zu Hause kühl erscheinen.

Kaufen Sie kleine Farbproben und streichen Sie ein Testfeld an der Wand. Beobachten Sie es bei Tages- und Kunstlicht, bevor Sie sich entscheiden. Diese kleine Mühe kann grosse Enttäuschungen verhindern.

5. An der Qualität sparen

Günstige Farbe scheint verlockend, deckt aber oft schlechter und erfordert mehrere Anstriche. Das bedeutet mehr Arbeit und nicht unbedingt eine Ersparnis. Hochwertige Farben enthalten bessere Pigmente und Bindemittel, was zu schöneren Farbtönen und längerer Haltbarkeit führt.

Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten, welche Qualität zu Ihrem Projekt passt. Oft reicht weniger Farbe, wenn sie hochwertig ist – und das Ergebnis wirkt professioneller.

6. Umwelt und Raumklima vergessen

In der Schweiz legen viele Wert auf Nachhaltigkeit – auch beim Streichen. Wählen Sie Farben mit Umweltzeichen wie dem EU Ecolabel oder anderen emissionsarmen Produkten. Diese enthalten weniger Lösungsmittel und riechen kaum.

Lüften Sie während und nach dem Streichen gut, selbst bei wasserbasierten Farben. Das sorgt für ein gesundes Raumklima und beschleunigt die Trocknung.

7. Zu schnell oder zu langsam streichen

Geduld ist beim Streichen entscheidend. Wer zu schnell arbeitet, riskiert Streifen und ungleichmässige Deckung. Wer zu lange zwischen den Schichten wartet, riskiert, dass die Farbe zu hart trocknet und das nächste Schicht schlecht haftet.

Beachten Sie die Trocknungszeiten auf dem Gebinde und verwenden Sie gutes Werkzeug – passende Pinsel und Rollen erleichtern die Arbeit und verbessern das Ergebnis.

Ein schönes Ergebnis braucht Planung

Die Wahl der richtigen Farbe ist mehr als eine Geschmacksfrage. Wer Untergrund, Glanzgrad, Vorbereitung und Qualität berücksichtigt, erzielt ein Ergebnis, das nicht nur schön aussieht, sondern auch lange hält. Mit etwas Planung und Sorgfalt wird Ihr Zuhause in neuem Glanz erstrahlen – ganz nach Ihrem Stil.